Digital-Learning-Trends: 6 Ansätze für die Weiterbildung im Unternehmen

Digital-Learning-Trends 2026: Blended Learning, Microlearning, Just-in-time-Learning, Learning Analytics und KI – was sie bringen und wie Sie sie nutzen.

Von Marielle Gantenberg
10 Min. Lesezeit

Zu den wichtigsten Digital-Learning-Trends zählen Blended Learning, Just-in-time-Learning, in Anwendungen integrierte Kommunikation, Microlearning, Learning by Doing und Learning Analytics. Hinzu kommen KI-gestützte Lernassistenten: Im mmb-Trendmonitor 2025/2026 schreiben ihnen 95 % der befragten Fachleute eine zentrale Bedeutung für die kommenden drei Jahre zu. Dieser Artikel erklärt die sechs Trends und ihren Nutzen für die Softwareschulung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Digital-Learning-Trends wie Blended Learning, Microlearning und Just-in-time-Learning setzen auf kurze, flexible Lerneinheiten, die sich am tatsächlichen Bedarf orientieren.
  • Digitale Adoptionsplattformen greifen mehrere Trends gleichzeitig auf: Anleitungen direkt in der Software, Hinweise zum passenden Zeitpunkt und Lernen durch praktisches Tun.
  • Learning Analytics macht sichtbar, welche Inhalte genutzt werden und wo Anwender Schwierigkeiten haben, und liefert so die Grundlage für bessere Schulungen.
  • Laut mmb-Trendmonitor 2025/2026 halten 95 % der befragten Fachleute KI-gestützte Lernassistenten für zentral; dahinter folgen Adaptive Learning und Blended Learning.

Die digitale Transformation verändert seit einigen Jahren die Art, wie Menschen geschult werden, wie sie lernen. Durch die Einführung neuer digitaler Tools in Unternehmen sind neue Arbeitsmethoden entstanden, die neue Herausforderungen mit sich bringen. So wurde beispielsweise Digital Learning im Rahmen der betrieblichen Fortbildung immer wichtiger.

Das Ziel von Digital Learning besteht darin, Schulungen mit digitalen Hilfsmitteln pädagogisch effizienter zu machen und die Motivation der Lernenden zu steigern.

Zu den Trends gehören dabei unter anderem Blended Learning, Microlearning, Just-in-time-Learning … Was steckt hinter diesen Ansätzen? Wie sinnvoll sind sie? Hier ein Überblick über sechs Digital-Learning-Trends, denen Sie auf digitalen Adoptionsplattformen begegnen.

Digital Learning und Digital Adoption Platforms: Wo liegen die Vorteile?

Der Prozess der digitalen Transformation von Unternehmen hat sich immer mehr beschleunigt. Als Folge davon entstanden neue digitale Hilfsmittel. Doch Anwender können nicht zwangsläufig sofort mit jeder neuen Software umgehen, sie benötigen Unterstützung, damit das IT-System die gewünschte Leistung erbringt. Digital Learning hilft dabei, Weiterbildungsprogramme zu entwickeln, die den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht werden und mit denen Anwender sich das für die Beherrschung solcher Tools notwendige Know-how aneignen können.

Die gute Neuigkeit in diesem Kontext: Es gibt heute Digital-Learning-Lösungen mit innovativen Schulungsmöglichkeiten.

Dazu gehören unter anderem Plattformen für digitale Akzeptanz (Digital Adoption Platforms). Ihr Prinzip: Direkt in die Software integrierte interaktive Anleitungen helfen dem Anwender dabei, das betreffende Tool richtig zu nutzen, indem sie die korrekte Vorgehensweise Schritt für Schritt aufzeigen. Ein Überblick über sechs Trends im Zusammenhang mit Digital Learning und Digital Adoption Platforms.

1. Blended Learning

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Blended Learning? Blended Learning ist schlicht und einfach die Kombination von Präsenzlernen und Onlinelernen.

Das Konzept hat sich in den letzten Jahren immer mehr ausgebreitet, und Fachleute schreiben ihm auch für die kommenden Jahre eine zentrale Bedeutung zu (siehe Studienergebnisse unten).

Der größte Vorteil liegt dabei in der Flexibilität! Blended Learning verbindet nämlich zwei Arten der Weiterbildung, von denen jede für bestimmte Bereiche besonders gut geeignet ist. Präsenzschulungen sind beispielsweise ausgesprochen effizient, wenn es darum geht, Soft Skills wie soziale Kompetenz oder Kontaktfähigkeit zu vermitteln, die unter anderem im Management sowie in Vertrieb und Kommunikation gefordert sind. Gleiches gilt für Qualifikationen im technischen Bereich (z. B. Reparaturen) und überall dort, wo manuelle Fertigkeiten gefragt sind (Kunst, Kunsthandwerk). All das lernt man am besten durch praktische Workshops, Simulationen konkreter Aufgaben, Rollenspiele usw. Onlineschulungen sind dagegen besser geeignet, Anwender im Umgang mit Software auszubilden, da dies schwieriger ist, wenn man nicht konkret mit dem Tool arbeitet.

Durch Blended Learning kann man somit Fortbildungsangebote an konkreten Bedürfnissen ausrichten. Die französische Optikerkette Atol hat beispielsweise die digitale Adoptionsplattform von Knowmore als Ergänzung zum bereits existierenden Seminarangebot in ihre Managementsoftware integriert.

Digital Adoption Platforms bieten darüber hinaus weitere Funktionen aus dem Bereich Digital Learning.

2. Just-in-time-Learning

Was ist eigentlich „just in time“? Just in time ist nicht nur ein Organisationsprinzip, das in Produktion und Logistik eingesetzt wird, sondern auch in der Weiterbildung. In diesem Fall bedeutet es, Lernenden Lerninhalte zum richtigen Zeitpunkt digital anzubieten.

Mitarbeiter sollen wissen, wozu ein neues Feature der HRIS-Software dient? Mit einer neuen Benutzeroberfläche des Digital Workplace vertraut gemacht werden? Oder virtuell in ein neues internes Tool eingeführt werden? In all diesen Fällen ist Just-in-time-Lernen sinnvoll. Just-in-time-Learning kann die Anwender in digitalen Tools anleiten – und das effizient, da das Wissen genau zum richtigen Zeitpunkt („just in time“) zur Verfügung steht. Dabei ist es unwesentlich, welche Informationen kommuniziert werden sollen.

Konkret wird „Just in time“ in Digital-Adoption-Lösungen auf zwei Arten umgesetzt:

  • Durch interaktive Anleitungen, auf die die User rund um die Uhr zugreifen und sich so in Echtzeit schulen können.
  • Durch Push-Benachrichtigungen, mit denen das Unternehmen den Mitarbeitern zum geeigneten Zeitpunkt Nachrichten übermittelt.

Der zentrale Punkt: Lernen im richtigen Moment!

3. In digitale Tools integrierte Kommunikation

Netflix fragt nach, ob Sie Ihre Lieblingsserie überhaupt noch ansehen (oder ob Sie bereits eingeschlafen sind). Bei YouTube geht ein Pop-up-Fenster auf und stellt die Frage, ob Sie nach wie vor Musik hören. Zwei Beispiele für integrierte Kommunikation im digitalen Zeitalter, die Ihnen vielleicht bekannt vorkommen.

Integrierte Kommunikation ist auch bei digitalen Tools ein Trend, wenn es darum geht, mit Lernenden direkt über die Software zu kommunizieren.

Ob HRIS, CRM, ERP, Einkaufssoftware oder Digital Workplace: Mitarbeiter müssen heute immer mehr digitale Tools beherrschen, und in diesem Kontext spielt Kommunikation eine wichtige Rolle. Doch Trainingskonzepte dürfen sich heute nicht „nur“ auf das Schulen beschränken, sie müssen mit den Endanwendern interagieren. Dabei ist es naheliegend, das genau in dem Tool zu tun, mit dem die Anwender gerade arbeiten, also direkt in der Software. Genau das ist mit einer digitalen Adoptionsplattform wie Knowmore und integrierten Push-Benachrichtigungen möglich.

Ein neues Feature, eine neue Benutzeroberfläche oder ganz einfach eine Willkommensnachricht? Mit Push-Benachrichtigungen kommunizieren Sie mit Ihren Mitarbeitern direkt in der Software! Und das Beste daran? In Kombination mit dem Just-in-time-Prinzip interagieren Sie genau im richtigen Moment!

Aber das ist noch nicht alles!

4. Microlearning

Mikrolernen. Vermutlich ahnen Sie bereits, dass es dabei um sehr kurze Lerneinheiten geht. Wie kurz nun genau?

Mikrolernen (Microlearning) ist ein Ansatz, bei dem Wissen durch Module vermittelt wird, die in der Regel nur wenige Minuten dauern.

Viele Unternehmen nutzen Microlearning bereits als festen Bestandteil ihrer Weiterbildung, denn es bietet mehrere Vorteile:

  • Es ist schnell, da die Lernenden Module absolvieren, die nur wenige Minuten dauern.
  • Es ist flexibel, da die Mitarbeiter durch die kurze Dauer dann lernen können, wenn es gerade passt. Sie müssen also keinen mehrstündigen Zeitaufwand dafür einplanen.
  • Kurze Lerneinheiten haben den Vorteil, dass man sich die Informationen besser merken kann. Insofern hilft Mikrolernen dabei, eine kognitive Überlastung des Lernenden zu vermeiden, sodass die Lerninhalte besser im Gedächtnis bleiben.

Bei einer Digital Adoption Platform wie der von Knowmore wird Mikrolernen durch kurze interaktive Anleitungen umgesetzt, die den Anwender Schritt für Schritt durch das Tool führen. Mit nur wenigen Klicks erhält er genau die Information, die er benötigt, nicht mehr und nicht weniger!

Und an diesem Punkt kommen wir zum nächsten Trend, der in digitale Adoptionsplattformen integriert ist: Learning by Doing.

5. Learning by Doing

Nach Microlearning geht es also um Learning by Doing. Was heißt das nun genau?

Learning by Doing basiert ganz einfach auf dem Prinzip, dass Lernende durch praktische Umsetzung lernen.

Das gibt es doch seit Menschengedenken, werden Sie nun sagen! Das ist prinzipiell richtig, allerdings gibt es bei Software-Trainings bisher nur wenige Lösungen, die auf Lernen durch praktische Anwendung setzen. Eine solche Lösung ist die digitale Adoptionsplattform, mit der Anwender Schritt für Schritt einer interaktiven Anleitung folgen. Und das direkt in der Software, in der sie arbeiten! Einige praktische Beispiele:

Die Anwendungsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Und weil Digital Learning sich nicht nur auf die Schulungsinhalte beschränkt, erfahren Sie nun noch mehr über einen weiteren Trend im digitalen Zeitalter.

6. Learning Analytics

Also noch so ein englischer Begriff! Aber versprochen, es ist der letzte.

Learning Analytics ist ein Instrument, um die Resultate von Schulungen mithilfe von Daten zu bewerten und gegebenenfalls zu optimieren.

Das Prinzip ist einfach: Auf Basis der erfassten Daten erkennt man mögliche Ansätze für die Optimierung eines Schulungskonzeptes. Ob es um die User Journey in den Anwendungen, um beliebte Inhalte oder um potenzielle Fehlerquellen geht: Mit Learning Analytics lässt sich die Effizienz digitaler Schulungen anhand stichhaltiger Indikatoren messen. Das Ergebnis: optimierte Lernprozesse, Anwender, die ihre digitalen Tools produktiver nutzen, und letzten Endes Mitarbeiter, die ihr Tagesgeschäft effizienter erledigen.

Was lässt sich mit einer digitalen Adoptionsplattform konkret messen? Mit Knowmore erkennen Sie beispielsweise, welche Formate bei den Anwendern am besten ankommen, wie viele Interaktionen sie mit ihren Tools ausführen oder wie oft sie interaktive Anleitungen konsultieren. Mit solchen Indikatoren haben Sie dann die Möglichkeit, Schulungen nachhaltig zu optimieren!

  • Blended Learning
  • Just-in-time-Lernen
  • In digitale Tools integrierte Kommunikation
  • Microlearning
  • Learning by Doing
  • Learning Analytics

Jetzt kennen Sie die Digital-Learning-Trends, die digitale Adoptionsplattformen aufgreifen. Sie möchten noch tiefer einsteigen? Sehen Sie sich eine Demo unserer Lösung an!

Welche Digital-Learning-Trends prägen 2026?

Wie sich die Gewichte verschieben, zeigt der mmb-Trendmonitor 2025/2026 des mmb Instituts. Für die Trendstudie „mmb Learning Delphi“ hat das Institut 77 Fachleute aus der Bildungsbranche befragt, welche Lernformen in den kommenden drei Jahren eine zentrale Bedeutung haben:

LernformAnteil „zentrale Bedeutung“
Chatbots und KI-Lernassistenten95 %
Adaptive Learning83 %
Blended Learning81 %
Microlearning / Learning Nuggetsrund 80 %
Video-Tutorials79 %
Augmented, Virtual und Mixed Reality49 %

Beim wirtschaftlichen Potenzial liegen Chatbots und Lernassistenten laut einem Bericht von Haufe zur Studie erstmals vor Adaptive Learning. Zugleich rechnen 75 % der Befragten mit „Deskilling“, also dem Verlust wichtiger Fähigkeiten durch den KI-Einsatz; Microlearning sehen sie kritischer als im Vorjahr.

Für die Softwareschulung bedeutet das: Die sechs oben beschriebenen Trends bleiben relevant, werden aber zunehmend durch KI ergänzt, etwa durch Assistenten, die Fragen zur Anwendung in natürlicher Sprache beantworten. Entscheidend bleibt, dass die Hilfe dort ankommt, wo gearbeitet wird: direkt in der Software.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Digital-Learning-Trends?

Zu den wichtigsten Digital-Learning-Trends zählen Blended Learning, Just-in-time-Learning, Microlearning, Learning by Doing, in Anwendungen integrierte Kommunikation und Learning Analytics. Hinzu kommen KI-gestützte Lernassistenten und Adaptive Learning: Im mmb-Trendmonitor 2025/2026 schreiben 95 % bzw. 83 % der befragten Fachleute diesen Formaten eine zentrale Bedeutung für die nächsten drei Jahre zu.

Was ist Just-in-time-Learning?

Just-in-time-Learning bedeutet, dass Lernende Wissen genau dann erhalten, wenn sie es für eine konkrete Aufgabe brauchen, statt es auf Vorrat in einer Schulung zu lernen. In der Softwareschulung geschieht das zum Beispiel über interaktive Anleitungen direkt in der Anwendung oder über Hinweise, die beim Aufruf einer neuen Funktion erscheinen. So sinkt das Risiko, Gelerntes bis zur Anwendung wieder zu vergessen.

Was versteht man unter Learning Analytics?

Learning Analytics bezeichnet die Erhebung und Auswertung von Daten über Lernende und ihr Lernverhalten, um Lernangebote zu verbessern. Unternehmen erkennen damit zum Beispiel, welche Inhalte häufig genutzt werden, an welchen Stellen Anwender abbrechen oder Fehler machen und ob eine Schulung die Nutzung einer Software tatsächlich verbessert.

Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz im Digital Learning?

Künstliche Intelligenz gilt derzeit als stärkster Digital-Learning-Trend. KI-Lernassistenten beantworten Fragen, schlagen passende Inhalte vor und passen Lernpfade an das Tempo der Lernenden an. Laut einem Haufe-Bericht zum mmb Learning Delphi 2025/2026 erwarten 77 % der befragten Fachleute, dass KI Lehrenden Zeit spart; 75 % befürchten zugleich einen Verlust wichtiger Fähigkeiten.

Welche Beispiele gibt es für digitales Lernen im Unternehmen?

Typische Beispiele für digitales Lernen im Unternehmen sind E-Learning-Kurse zu Pflichtthemen wie Datenschutz, Blended-Learning-Programme aus Präsenzworkshops und Onlinemodulen, kurze Lernvideos, virtuelle Klassenzimmer sowie interaktive Anleitungen, die Mitarbeitende direkt in ERP-, CRM- oder HR-Systemen durch neue Abläufe führen. Einen Überblick über die passenden Werkzeuge gibt unser Artikel zu Digital Learning.

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