Lernstile: 8 grundlegende Modelle im Überblick

Welche Lernstile gibt es? VARK, Kolb, Honey & Mumford und 5 weitere Modelle im Vergleich – mit Tabelle, Forschungsstand und Tipps für Schulungen.

Von Marielle Gantenberg
11 Min. Lesezeit

Lernstile beschreiben, wie Menschen neue Informationen bevorzugt aufnehmen und verarbeiten – etwa über Bilder, Sprache, Texte oder praktisches Tun. Zu den bekanntesten Lernstilmodellen gehören das VARK-Modell von Neil Fleming, der Lernzyklus von David Kolb und die Lernstile nach Honey und Mumford. Als Anlass zur Selbstreflexion sind sie nützlich; dass auf den Lernstil zugeschnittener Unterricht besser wirkt, ist wissenschaftlich jedoch nicht belegt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lernstile beschreiben Vorlieben bei der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen, keine festen Persönlichkeitsmerkmale.
  • Zu den bekanntesten Modellen zählen VARK (Fleming), der Lernzyklus nach Kolb, das Modell von Honey und Mumford, Felder-Silverman, Gardner, Gregorc, Dunn und Dunn sowie VAK.
  • Die sogenannte Meshing-Hypothese – Unterricht wirkt besser, wenn er zum Lernstil passt – ist laut der Übersichtsarbeit von Pashler und Kollegen (2008) nicht belegt.
  • Für Schulungen im Unternehmen ist ein Methodenmix sinnvoll, der zum Lerninhalt passt und Praxis, Reflexion und Theorie verbindet.

Berufliche Weiterbildung wirkt sich nicht nur positiv auf die Mitarbeiter, sondern auch auf das Unternehmen aus: Während die Mitarbeiter sich mehr für ihre Arbeit engagieren, fällt es dem Unternehmen leichter, seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Grundsätzlich gilt, dass jedes Individuum auf verschiedene Arten lernen kann. Um Lernende so gut wie möglich bei der Aneignung von Wissen zu unterstützen und erfolgreiche Schulungen durchzuführen, können Lehrkräfte die individuellen Präferenzen der Lernenden – man spricht auch von Lernstilen – berücksichtigen. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Lernstile, die es gibt, um Schulungen möglichst individuell zu gestalten.

1. VARK-Modell (Fleming)

Das VARK-Modell basiert auf dem VAK-Ansatz und ergänzt diesen durch eine vierte Dimension. Entwickelt hat es der neuseeländische Pädagoge Neil Fleming: 1987 stellte er den VARK-Fragebogen vor, 1992 veröffentlichte er das Modell gemeinsam mit Colleen Mills. Es unterscheidet vier Präferenzen:

  • Visuelle Lerntypen: Personen, die am besten mit grafischen Darstellungen (Diagramme, Schaubilder, Flussdiagramme) lernen.
  • Auditive Lerntypen: Individuen, die durch Zuhören und Sprechen lernen (Vorträge, Diskussionen, lautes Lesen).
  • Lese-/Schreib-Lerntypen: Menschen, die dadurch lernen, dass sie schriftliche Unterlagen oder Artikel lesen und sich Notizen machen.
  • Kinästhetische Lerntypen: Dieser Personenkreis lernt am besten durch körperliche Aktivitäten und Erfahrungen sowie durch Rollenspiele.

Für Ausbilder sind diese Präferenzen ein Anlass, Inhalte über mehrere Kanäle zu vermitteln. Dass eine Anpassung an den einzelnen Lernstil den Lernerfolg steigert, ist wissenschaftlich allerdings nicht belegt.

Das VARK-Modell: visuell, auditiv, lesen/schreiben, kinästhetisch

2. Kolbs Lernzyklus

Laut David Kolb liegt der Schlüssel zu nachhaltigem Lernen darin, einen ganzheitlichen Lernprozess zu durchlaufen, der aus vier Phasen besteht:

  • konkrete Erfahrung eines Gedankens/einer Aktivität,
  • reflektierende Beobachtung,
  • abstrakte und theoretische Konzeptualisierung,
  • aktives Experimentieren, also das Erproben des Gelernten.

Je nachdem, welche zwei benachbarten Phasen ein Mensch bevorzugt, beschreibt Kolb vier Lernstile:

  • Divergierer: Sie lieben konkrete Erfahrungen und reflektierendes Beobachten, interessieren sich für andere Menschen und lassen sich emotional motivieren.
  • Assimilierer: Sie bevorzugen reflektierendes Beobachten und abstrakte Konzepte. Ihre Stärken liegen in der Erstellung theoretischer Modelle, weniger in der praktischen Umsetzung.
  • Konvergierer: Anhänger dieses Lernstils bevorzugen abstrakte Konzepte und aktives Experimentieren. Ihnen liegt vor allem die Lösung praktischer Probleme.
  • Akkommodierer: Sie lieben aktives Experimentieren sowie konkrete Erfahrungen und lernen eher durch Versuch und Irrtum.

Für Weiterbildungen ist es daher sinnvoll, alle vier Phasen des Zyklus einzuplanen, statt nur einzelne Vorlieben zu bedienen.

Lernzyklus nach Kolb mit den vier Phasen und vier Lernstilen

3. Lernstile nach Honey und Mumford

Der Ansatz von Peter Honey und Alan Mumford (1982) baut auf Kolbs Lernzyklus auf und unterscheidet ebenfalls vier Lernstile.

  • Aktivisten: Sie stürzen sich enthusiastisch in neue Erfahrungen und neue Herausforderungen.
  • Nachdenker: Sie beobachten zunächst und sammeln Informationen, bevor sie handeln.
  • Theoretiker: Sie analysieren gründlich und ordnen ihre Beobachtungen in logische Modelle und Theorien ein.
  • Pragmatiker: Anhänger dieses Lernstils konzentrieren sich auf die praktische Anwendung und die Lösung realer Probleme.

Werden in Weiterbildungen Aktivitäten für alle vier Stile kombiniert, entsteht eine ausgewogene Lernumgebung, in der sich alle einbezogen fühlen.

Die vier Lernstile nach Honey und Mumford

Jemand, der den aktiven Lernstil bevorzugt, stürzt sich mit Leib und Seele in neue Erfahrungen. Meist handelt es sich um Personen, die sehr aufgeschlossen sind, nicht zu Skepsis neigen und sich gerne Herausforderungen stellen, die oft in neue Projekte münden. Nachdenker betrachten laut Honey und Mumford die Dinge distanziert und erstellen dann auf der Basis der verschiedenen Gesichtspunkte eine eigene Analyse. Bevor sie zu einer Schlussfolgerung kommen, sammeln sie Informationen aus erster Hand und konsultieren verschiedene Quellen.

Lernende mit einem nachdenklichen Lernstil halten sich bei Diskussionen und Zusammenkünften eher im Hintergrund und beobachten die aktiveren Menschen. Personen mit einem theoretischen Lernstil neigen zum Perfektionismus und lieben es, zu analysieren und Konzepte zu erstellen. Lernende mit einem pragmatischen Lernstil sind ständig auf der Suche nach neuen Ideen, theoretischen Ansätzen und Techniken, die sie in die Praxis umsetzen können. Sie lieben es, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen.

4. Felder-Silverman-Modell

Das Felder-Silverman-Modell wird oft herangezogen, um wirkungsvolle Ansätze für adaptives Lernen zu entwickeln. Es beschreibt in vier Dimensionen, wie Lernende Informationen aufnehmen und verarbeiten: aktiv oder reflektierend, sensorisch oder intuitiv, visuell oder verbal, sequenziell oder global.

  • aktiv/reflektierend
  • sensorisch/intuitiv
  • visuell/verbal
  • sequenziell/global

Diese Dimensionen illustrieren demzufolge die jeweiligen Lernpräferenzen, also die Lernstile, mit denen Individuen sich neue Dinge aneignen. Laut dem Modell von Felder und Silverman bewegen sich Lernende auf jeder Dimension zwischen zwei Polen, etwa zwischen aktivem und reflektierendem Lernen. Der Lernende mit einem aktiven Lernstil zieht Aktivitäten in der Gruppe vor, da ihm dies hilft, Informationen zu verarbeiten. Reflektierende Lernende denken dagegen lieber zunächst in Ruhe und oft allein über neue Informationen nach.

Personen mit einer Vorliebe für den sensorischen Lernstil stützen sich auf konkrete Informationen und setzen Methoden um, die sich bereits bei der Problemlösung bewährt haben. Intuitive Lernende entdecken dagegen lieber Zusammenhänge und neue Möglichkeiten und arbeiten gern mit abstrakten Konzepten.

5. Gardners Modell der multiplen Intelligenzen

Viele Lehrkräfte und akademische Einrichtungen orientieren sich am Konzept der multiplen Intelligenzen von Howard Gardner. Der Harvard-Professor lehnt ein einseitiges Verständnis von Bildung und Tests ab und geht stattdessen davon aus, dass alle Menschen ein bestimmtes Spektrum an Begabungen und Intelligenzen besitzen:

  • sprachliche Intelligenz
  • logisch-mathematische Intelligenz
  • räumliche Intelligenz
  • musikalische Intelligenz
  • körperlich-kinästhetische Intelligenz
  • interpersonale Intelligenz
  • intrapersonale Intelligenz
  • naturalistische Intelligenz

Gardner ist der Ansicht, dass die verschiedenen Intelligenzarten bei jedem Individuum in unterschiedlichen Ausprägungen vorhanden sind. Er betont allerdings selbst, dass die multiplen Intelligenzen keine Lernstile sind: Sie beschreiben Begabungsprofile, nicht bevorzugte Lernwege.

6. Modell von Gregorc

Hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass Wissen manchmal auf eine Art vermittelt wird, die nicht Ihrem eigenen Lernstil entspricht? Dann sind Sie möglicherweise ein Anhänger der Theorie von Gregorc. Dieser entwickelte ein neues Verständnis davon, wie Informationen aufgenommen und verarbeitet werden. Laut Anthony F. Gregorc gibt es vier Lernstile: konkret-sequenziell, abstrakt-sequenziell, abstrakt-zufällig und konkret-zufällig.

  • konkret-sequenziell
  • abstrakt-sequenziell
  • konkret-zufällig
  • abstrakt-zufällig

Jeder dieser Lernstile verkörpert bestimmte Vorlieben, wie Probleme wahrgenommen, bewertet und gelöst werden. Der Ansatz von Gregorc ist im Bildungswesen gut bekannt, kann sich aber auch in den Bereichen berufliches Coaching und Kompetenzbewertung als sinnvoll erweisen. Das pädagogische Instrument ist geeignet, Lernprozesse zu verbessern, Interaktionen innerhalb einer Gruppe zu optimieren und bei der Berufswahl zu unterstützen.

Darüber hinaus wird das Modell von Gregorc als Persönlichkeitstest genutzt. Mit diesem Ansatz ist es möglich, ein besseres Verständnis für die eigene Art zu lernen sowie für die eigenen Verhaltens- und Denkweisen zu entwickeln. Er kann bei Entscheidungsfindungen helfen und die Gruppendynamik verbessern. Das Modell von Gregorc ist demzufolge über den Bildungsbereich hinaus ein nützliches Instrument.

7. Lernstil-Modell von Dunn & Dunn

Es gibt Lernende, die lieber allein lernen, andere ziehen das Lernen gemeinsam mit anderen vor. Rita und Kenneth Dunn beschreiben den Lernstil deshalb anhand von fünf Gruppen von Einflussfaktoren: umgebungsbezogene (etwa Licht, Geräuschpegel und Temperatur), emotionale, soziologische, physiologische und psychologische Faktoren.

  • umweltbezogen,
  • emotional,
  • soziologisch,
  • physiologisch,
  • psychologisch.

Das Modell gibt Lehrkräften und Ausbildern ein Raster an die Hand, um die Präferenzen der Lernenden zu erfassen. Es lässt sich mit anderen Modellen kombinieren, etwa mit Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen. Elemente wie Ruhe oder die Beleuchtung sind wichtig, um ein optimales Lernumfeld zu schaffen.

8. VAK-Lernstilmodell (visuell, auditiv, kinästhetisch)

Die VAK-Methode teilt die Lernstile in drei Kategorien ein: visuell, auditiv und kinästhetisch. Auf diese Weise wird berücksichtigt, wie sich ein Lernender Informationen am besten merken kann. Der Ansatz geht davon aus, dass die Art, wie ein Mensch effizient lernt, von seinen sensorischen Präferenzen abhängt. Das VAK-Lernstilmodell wird oft in Bildung und beruflicher Weiterbildung eingesetzt, um den Lernprozess zu verbessern. Nach diesem Ansatz dominiert bei jedem Menschen ein bestimmter sensorischer Stil (visuell, auditiv oder kinästhetisch), der die Art des Lernens und des Behaltens von Informationen beeinflusst. Es gibt allerdings wissenschaftliche Studien, die in Zweifel ziehen, ob die sensorischen Vorlieben dieses Ansatzes wirklich als Basis für die Wissensvermittlung geeignet sind. Die VAK-Methode ist jedoch nicht das einzige Konzept, das einen Zusammenhang zwischen sensorischen Profilen und der Aneignung von Wissen herstellt. Ein weiteres Beispiel ist das oben beschriebene VARK-Modell. Generell sollten sich Ausbildung und Unterricht an inklusiven Bildungsstrategien orientieren, bei denen die Bedürfnisse der Lernenden (Kinder, Schüler, Studenten, Erwachsene im Rahmen von Umschulungen oder Weiterbildungen usw.) berücksichtigt werden.

Sind Lernstile wissenschaftlich belegt?

Dass Menschen Vorlieben beim Lernen haben, ist unstrittig: Gefragt, ob sie lieber Bilder ansehen, zuhören oder lesen, können die meisten eine klare Antwort geben. Umstritten ist dagegen die sogenannte Meshing-Hypothese. Sie besagt, dass Menschen besser lernen, wenn der Unterricht zu ihrem Lernstil passt – ein „visueller Lerntyp“ also vor allem mit Bildern unterrichtet werden sollte.

Eine vielzitierte Übersichtsarbeit von Pashler, McDaniel, Rohrer und Bjork (2008) hat die Forschung dazu ausgewertet. Ergebnis: Nur wenige Studien waren methodisch überhaupt geeignet, die Hypothese zu prüfen, und mehrere davon widersprachen ihr. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass es derzeit keine ausreichende Grundlage gibt, Lernstil-Tests in die allgemeine Bildungspraxis zu übernehmen. Eine Analyse der deutschsprachigen Mediendidaktik von Anna-Lena Brown (2022) stellt fest, dass Lernstilmodelle dort dennoch oft unhinterfragt verwendet werden.

Für die betriebliche Weiterbildung bedeutet das:

  • Inhalt vor Lernstil: Die Darstellungsform richtet sich nach dem Lernstoff – eine Benutzeroberfläche zeigt man, einen Prozess übt man.
  • Methodenmix: Kombinieren Sie Erklärung, Demonstration, Übung und Reflexion, statt Teilnehmende in Schubladen einzuteilen.
  • Lernstile als Reflexionshilfe: Ein Fragebogen kann Mitarbeitende anregen, über ihr eigenes Lernen nachzudenken; als verlässliche Diagnose eignet er sich nicht.

Lernstilmodelle im Vergleich: die 8 Modelle in einer Tabelle

Die acht Modelle unterscheiden sich darin, was sie beschreiben: bevorzugte Sinneskanäle, Phasen eines Lernprozesses oder ganze Begabungsprofile. Die folgende Übersicht fasst die Unterschiede zusammen.

ModellUrheberWas es unterscheidet
VARK-ModellNeil Fleming (Fragebogen 1987)visuell, auditiv, Lesen/Schreiben, kinästhetisch
Lernzyklus nach KolbDavid A. Kolb (1984)Divergierer, Assimilierer, Konvergierer, Akkommodierer
Honey und MumfordPeter Honey, Alan Mumford (1982)Aktivist, Reflektierer, Theoretiker, Pragmatiker
Felder-Silverman-ModellRichard Felder, Linda Silverman (1988)vier Dimensionen mit je zwei Polen, z. B. aktiv/reflektierend
Multiple IntelligenzenHoward Gardner (1983)acht Intelligenzen, keine Lernstile im engeren Sinn
Modell von GregorcAnthony F. Gregorckonkret-sequenziell, abstrakt-sequenziell, abstrakt-zufällig, konkret-zufällig
Dunn und DunnRita und Kenneth Dunnfünf Gruppen von Einflussfaktoren, z. B. Umgebung und soziale Situation
VAK-Modellverschiedene Autorenvisuell, auditiv, kinästhetisch

VARK und VAK setzen bei den Sinneskanälen an, Dunn und Dunn bei den Lernbedingungen, Kolb sowie Honey und Mumford beim Ablauf des Lernens. Wer Schulungen konzipiert, profitiert vor allem von den Prozessmodellen: Sie erinnern daran, Erfahrung, Reflexion, Theorie und Anwendung in jedem Lernangebot zu verbinden. Ausführlicher stellen wir die drei wichtigsten Modelle in eigenen Beiträgen vor: das VARK-Modell, den Lernzyklus nach Kolb und die Lernstile nach Honey und Mumford.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Lernstilen und Lerntypen?

Lerntypen ordnen Menschen nach ihrem angeblich bevorzugten Sinneskanal ein. Im deutschsprachigen Raum geht die Einteilung vor allem auf Frederic Vester zurück, der in seinem Buch „Denken, Lernen, Vergessen“ visuelle, auditive, haptische und intellektuelle Lerntypen unterschied. Lernstile beschreiben dagegen Vorlieben in verschiedenen Phasen eines Lernprozesses, etwa im Lernzyklus nach Kolb. Beide Konzepte sind populär, eine feste Typzuordnung gilt in der Lernforschung jedoch als nicht belegt.

Was ist ein kinästhetischer Lerntyp?

Als kinästhetisch bezeichnen Lernstilmodelle wie VAK und VARK Menschen, die neue Inhalte am liebsten über praktisches Tun, Bewegung und eigene Erfahrung erschließen. Typische Lernformen sind Übungen, Simulationen, Rollenspiele und das Ausprobieren an realen Beispielen. Im Unternehmen entspricht das etwa der Schulung in einer Übungsumgebung der Software. Praktische Übungen nützen allerdings nicht nur „kinästhetischen“ Lernenden, sondern fast allen, wenn es um Handlungswissen geht.

Wie können Ausbilder unterschiedliche Lernstile berücksichtigen?

Ausbilder berücksichtigen unterschiedliche Lernstile am besten, indem sie in jeder Schulung mehrere Zugänge anbieten: eine kurze Erklärung, eine Demonstration, eine praktische Übung und eine gemeinsame Reflexion. So finden alle Teilnehmenden einen Einstieg, ohne dass jemand einem festen Lerntyp zugeordnet wird. Entscheidend ist, dass die Methode zum Lernziel passt. Ergänzend helfen Lernmaterialien zum Nachschlagen am Arbeitsplatz, etwa kurze Videos oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Welches Lernstilmodell eignet sich für die Weiterbildung im Unternehmen?

Für die Weiterbildung im Unternehmen eignen sich vor allem die prozessorientierten Lernstilmodelle: der Lernzyklus nach Kolb und das darauf aufbauende Modell von Honey und Mumford. Kolb beschreibt das Lernen aus Erfahrung, Honey und Mumford entwickelten ihr Modell für die Managemententwicklung. Beide zeigen, wie Erfahrung, Reflexion, Theorie und Anwendung zusammenspielen. Wer eine Schulung so plant, dass alle vier Phasen vorkommen, erreicht Teilnehmende mit unterschiedlichen Vorlieben, ohne sie testen zu müssen.

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