Infor M3 ist ein ERP-System des US-Softwareherstellers Infor für mittelgroße und große Unternehmen aus Fertigung und Distribution, etwa Mode, Lebensmittel und Getränke, Chemie, Anlagen- und Maschinenbau oder Großhandel. Als Infor M3 CloudSuite läuft es heute vor allem in der Cloud. Damit Anwender es sicher nutzen, braucht es eine personalisierte, verständliche und stets aktuelle Dokumentation.
Das Wichtigste in Kürze
- Infor M3 (auch „M3 ERP“) geht auf das ERP Movex des schwedischen Anbieters Intentia zurück und gehört seit der Übernahme von Lawson 2011 zu Infor.
- Das System ist auf Branchen mit komplexen Lieferketten ausgerichtet und unterstützt mehrere Gesellschaften, Währungen und Standorte.
- Für die Anwenderschulung muss die Dokumentation personalisiert, verständlich und aktuell sein.
- In die Software integrierte, interaktive Anleitungen erreichen Anwender genau im Arbeitskontext und lassen sich bei Updates schnell anpassen.
Sie haben das ERP-System Infor M3 in Ihrem Unternehmen eingeführt und möchten Ihre Dokumentation effizienter gestalten? Sie wollen Eingabefehler und Supportanfragen reduzieren und die Kosten für die Erstellung und Aktualisierung Ihrer Schulungsinhalte senken? Dann zeigt Ihnen dieser Artikel, worauf es ankommt.
Was ist Infor M3?
Infor M3 ist ein Enterprise-Resource-Planning-System (ERP), das vom Softwareunternehmen Infor entwickelt und vertrieben wird. Wie jedes ERP-System ist M3 ein Informationssystem, mit dem Unternehmen ihre Prozesse und operativen Daten steuern und überwachen: von Einkauf, Lager und Produktion über Vertrieb und Logistik bis zu Finanzen. Seine Besonderheit? Es wurde speziell für mittlere Unternehmen und internationale Konzerne aus Produktion und Distribution entwickelt.
| Merkmal | Infor M3 im Überblick |
|---|---|
| Hersteller | Infor (USA) |
| Softwaretyp | ERP-System (Enterprise Resource Planning) |
| Herkunft | Movex von Intentia (Schweden), später Lawson M3, seit 2011 Infor M3 |
| Zielgruppe | Mittelgroße bis große, oft international tätige Unternehmen |
| Branchenfokus | Mode, Lebensmittel und Getränke, Chemie, Distribution und Großhandel, Anlagen- und Maschinenbau, industrielle Fertigung |
| Betrieb | Als Infor M3 CloudSuite in der Cloud (Multi-Tenant auf AWS), daneben bestehende On-Premises-Installationen |
| Typische Funktionen | Mehrere Gesellschaften, Währungen und Standorte, Supply-Chain-Planung und -Ausführung, Produktion, Vertrieb, Finanzen, rollenbasierte Oberflächen, integrierte Analysen |
Infor M3 Cloud
Infor vermarktet M3 heute vor allem als Infor M3 CloudSuite. Die Cloud-Variante wird von Infor als Multi-Tenant-Lösung auf der Infrastruktur von Amazon Web Services betrieben und regelmäßig aktualisiert. Für Unternehmen bedeutet das weniger Aufwand für eigene Server, aber auch häufigere Änderungen an Oberflächen und Funktionen, die in Schulungsinhalten nachgezogen werden müssen.
Infor M3 und Infor LN: der Unterschied
Infor bietet mit M3 und LN zwei große ERP-Systeme an. Infor LN geht auf das ERP Baan zurück und ist vor allem auf komplexe diskrete Fertigung und Projektfertigung ausgerichtet, zum Beispiel Luftfahrt, Automobilzulieferer oder Hightech. Infor M3 hat seine Stärken in prozess- und distributionsnahen Branchen wie Mode, Lebensmittel, Chemie und Großhandel. Für Infor LN bietet Knowmore eine eigene Seite zur Infor-LN-Schulung und Einführung.
Zu Infor: der Hersteller hinter M3
Infor ist ein amerikanisches Softwareunternehmen mit Sitz in New York und gehört seit 2020 vollständig zu Koch Industries. Neben den ERP-Systemen Infor M3 und Infor LN umfasst das Angebot weitere Unternehmenssoftware, etwa für Personalmanagement (Infor HCM), Supply Chain und Asset Management. Der Hersteller ist vor allem für seine branchenspezifischen CloudSuites bekannt.
Nachdem Sie nun das System kennen, kommen wir zum Kern der Sache: Wodurch wird Ihre ERP-Schulung für Infor M3 wirklich effizient?
Warum die Schulung im M3 ERP entscheidend ist
Seit einigen Jahren hat sich im Markt für ERP-Systeme die Verlagerung in die Cloud beschleunigt. Damit ein solcher Übergang gelingt, müssen die Anwender das neue System schnell annehmen. Andernfalls droht das Projekt zur digitalen Transformation zu scheitern, und das kann teuer werden.
Infor M3 ist funktionsreich und deckt viele Rollen ab: Einkäufer, Disponenten, Lagermitarbeitende, Vertriebsinnendienst, Buchhaltung. Jede Rolle nutzt andere Programme und Abläufe. Eine einheitliche Standardschulung für alle greift daher zu kurz. Voraussetzung für die erfolgreiche Schulung der Endanwender im ERP-System Infor M3 ist eine personalisierte, verständliche und aktuelle Dokumentation. Sie hilft Anwendern, den Umgang mit dem System schneller zu lernen, schneller einsatzbereit zu sein und es vor allem zu bleiben.
Dokumentation Infor M3: personalisiert, verständlich, aktuell
Damit die Anwenderschulung wirklich wirkt, sollte die Dokumentation drei Anforderungen erfüllen. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Werkzeug ist das weit weniger zeitaufwendig, als es klingt.
Eine personalisierte Dokumentation
Wenn Sie sich für Infor M3 entschieden haben, dann vermutlich, weil die Software die Besonderheiten Ihrer Branche besser abbildet als andere ERP-Lösungen. Genau dasselbe gilt für die Schulung: Ihre Dokumentation muss die Erwartungen der Anwender so gut wie möglich erfüllen. Die Nutzer erwarten Inhalte, die ihre Branche, ihre Prozesse und ihren Aufgabenbereich berücksichtigen. Erstellen Sie daher unterschiedliche Schulungs- und Supportinhalte für:
- die verschiedenen Rollen und Tätigkeitsgebiete,
- die verschiedenen Abteilungen (Einkauf, Rechnungswesen, Produktion, Lager usw.),
- die Nutzungshäufigkeit (regelmäßige oder gelegentliche Nutzung),
- die Sprachen und Standorte, an denen M3 eingesetzt wird.
Eine verständliche Dokumentation
Damit die Endanwender Infor M3 annehmen, muss die Dokumentation verständlich sein. Das bedeutet konkret:
- Sie ist schnell erreichbar, mit wenigen Klicks direkt aus dem ERP-System.
- Sie ist klar strukturiert, die gesuchte Information ist sofort auffindbar.
- Sie ist jederzeit verfügbar, nicht nur während der Arbeitszeit des Supports.
- Sie ist kurz und praxisnah: Ein 200-seitiges PDF-Handbuch ist alles andere als verständlich.
Im Grunde geht es darum, der richtigen Zielgruppe die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort bereitzustellen.
Eine aktuelle Dokumentation
Eine Dokumentation, die Funktionen im Stand vor dem letzten Update beschreibt, hilft niemandem weiter. Einmal mag das noch hingenommen werden. Auf Dauer greifen die Nutzer aber nicht mehr zur Dokumentation, hören auf, sich selbst zu helfen, und wenden sich für jede Kleinigkeit an den Support. Sie verlieren Zeit, Geld und Leistung. Um das zu vermeiden:
- Verfolgen Sie regelmäßig die Updates, die Infor für M3 veröffentlicht, besonders in der CloudSuite.
- Bestimmen Sie ein Team, das für die Aktualisierung der Schulungs- und Supportinhalte zuständig ist.
- Nutzen Sie Werkzeuge, mit denen Sie Inhalte schnell erstellen und aktualisieren.
Praxisbeispiel: ein Lernpfad für den Einkauf in Infor M3
Wie sieht eine personalisierte Dokumentation konkret aus? Nehmen wir einen Einkäufer, der neu mit M3 arbeitet. Statt eines allgemeinen Handbuchs erhält er einen kurzen Lernpfad, der genau seine Aufgaben abdeckt:
- Orientierung: Navigation, Favoriten und Suchfunktionen in der M3-Oberfläche, abgestimmt auf die Einkaufsrolle.
- Stammdaten nachschlagen: Lieferanten und Artikel aufrufen und die für den Einkauf relevanten Felder verstehen (in M3 z. B. über die Programme CRS620 für Lieferanten und MMS001 für Artikel).
- Bestellung anlegen: eine Bestellung Schritt für Schritt erfassen, prüfen und freigeben (z. B. im Programm PPS200), inklusive der unternehmensspezifischen Pflichtfelder.
- Sonderfälle: Teillieferungen, Preisabweichungen oder Stornierungen, jeweils als kurze Anleitung zum Nachschlagen.
Ein Mitarbeiter im Vertriebsinnendienst bekommt einen eigenen Pfad, etwa für Kunden und Kundenaufträge (z. B. CRS610 und OIS100). Gelegentliche Nutzer erhalten nur die zwei oder drei Abläufe, die sie wirklich brauchen. So entsteht aus einem „Infor M3 Handbuch“ eine Sammlung kurzer, rollenbezogener Tutorials, die sich einzeln aktualisieren lassen, wenn Infor eine Funktion ändert.
Schulungs- und Dokumentationsformate für Infor M3 im Vergleich
Welche Form der Dokumentation eignet sich für welche Situation? Die folgende Übersicht vergleicht die gängigen Formate:
| Format | Stärken | Grenzen | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| PDF-Handbuch / Prozessbeschreibung | Vollständig, gut für Audits und Referenz | Schwer auffindbar, veraltet schnell, wenig gelesen | Key-User, Prozessverantwortliche |
| Offizielle Infor-Dokumentation (Infor Documentation Central) | Herstellerdokumentation zur M3 Business Engine, auch auf Deutsch | Standardfunktionen, nicht auf Ihre Prozesse und Einstellungen zugeschnitten | Berater, Key-User, IT |
| Präsenz- oder Online-Schulung | Interaktiv, Fragen direkt klärbar | Aufwendig zu organisieren, Wissen geht ohne Praxis schnell verloren | Go-live, Key-User-Ausbildung |
| Video-Tutorials / E-Learning | Flexibel abrufbar, anschaulich | Aufwendige Aktualisierung bei jeder Oberflächenänderung | Einarbeitung, Grundlagenwissen |
| Simulationen | Üben ohne Risiko für Echtdaten, messbarer Lernerfolg | Erfordern ein Autorenwerkzeug | Schulung vor dem Go-live, neue Mitarbeitende |
| In-App-Guidance (interaktive Anleitungen im System) | Hilfe genau im Arbeitskontext, Schritt für Schritt, schnell aktualisierbar | Erfordert eine Digital Adoption Platform | Alle Anwender, besonders Gelegenheitsnutzer und nach Updates |
In der Praxis bewährt sich eine Kombination: Key-User werden intensiv geschult, alle Anwender üben vor dem Go-live in Simulationen und erhalten im Alltag Unterstützung direkt im System.
Infor M3: kontextbezogene Dokumentation mit Knowmore
Was wäre, wenn Sie Anwender direkt in Infor M3 schulen und sogar über Infor M3 mit ihnen kommunizieren könnten? Genau das ermöglicht eine Digital Adoption Platform. Typische Ansatzpunkte sind:
| Bereich | Wirkung einer Digital Adoption Platform |
|---|---|
| Supportkosten | weniger Supportanfragen, weil Anwender Hilfe direkt im System finden |
| Präsenzschulungen | kürzere Präsenzschulungen dank Lernen direkt am Arbeitsplatz |
| Aktualisierung der Inhalte | schnellere Anpassung der Inhalte nach Updates |
Das gilt für Infor-Software ebenso wie für ERP-Systeme anderer Hersteller wie SAP, Oracle oder Microsoft. Entscheidend sind:
- eine Dokumentation, die direkt in Infor M3 (bzw. eine andere ERP-Software) integriert ist,
- eine Dokumentation, die einfach zu erstellen, zu personalisieren und zu ändern ist,
- Funktionen, um direkt im System mit den Anwendern zu kommunizieren, Eingaben in Echtzeit zu prüfen und die Nutzung der Inhalte zu messen.
In Infor M3 integrierte Tutorials
Mit K-NOW schulen Sie die Anwender von Infor M3 durch eingebettete interaktive Anleitungen. Die Lösung legt sich als Ebene über die Anwendung und bietet Zugriff auf eine Bibliothek interaktiver Leitfäden, mit denen sich Nutzer selbstständig schulen. Kurze, praxisbezogene Inhalte führen Schritt für Schritt durch einen Ablauf.
Eine einfach zu erstellende und anpassbare Dokumentation
Mit der Lösung erstellen, personalisieren und aktualisieren Sie die Dokumentation für Infor M3 ohne großen Aufwand. Sie können:
- interaktive Leitfäden direkt in Infor M3 erstellen,
- die Anleitungen mit wenigen Klicks an Rollen und Standorte anpassen,
- Übersetzungen für den internationalen Einsatz effizient erstellen.
Für Schulungen vor dem Go-live erstellen Sie mit K-STUDIO Simulationen und Schulungsinhalte, in denen Anwender gefahrlos üben. Auf Wunsch unterstützen die Spezialisten von Knowmore Sie bei der Erstellung der Inhalte oder schulen Ihr Team, damit es diese selbstständig erstellt.
Im ERP-System integrierte Kommunikationskampagnen
Kommunikation ist entscheidend, wenn Sie die Akzeptanz Ihres ERP-Systems beschleunigen möchten. Mit Knowmore kommunizieren Sie direkt in Infor M3:
- Über Pop-up-Nachrichten informieren Sie über Prozessänderungen oder neue Funktionen oder versenden einen Fragebogen zur Nutzerzufriedenheit.
- Tooltips liefern an kritischen Feldern nützliche Hinweise, die das Verständnis und die Einarbeitung erleichtern.
Fazit
Infor M3 ist ein leistungsfähiges, branchenorientiertes ERP-System für Fertigung und Distribution. Damit Ihre Investition Wirkung zeigt, brauchen die Anwender eine Dokumentation, die personalisiert, verständlich und aktuell ist. Mit diesen Schlüsselfaktoren beschleunigen Sie nicht nur die Akzeptanz, sondern vereinheitlichen gleichzeitig Prozesse und senken Kosten. So erhöhen Sie die Chancen, zu den Unternehmen zu gehören, die ihr IT-Projekt erfolgreich umsetzen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Infor M3?
Infor M3 ist ein ERP-System des US-Herstellers Infor für mittelgroße und große Unternehmen aus Fertigung und Distribution. Es steuert Prozesse wie Einkauf, Lager, Produktion, Vertrieb, Logistik und Finanzen auf einer gemeinsamen Datenbasis. M3 ist auf Branchen wie Mode, Lebensmittel und Getränke, Chemie, Anlagenbau und Großhandel ausgerichtet und wird heute vor allem als Infor M3 CloudSuite angeboten.
Ist Infor M3 cloudbasiert?
Ja, Infor bietet M3 als Infor M3 CloudSuite an, eine Multi-Tenant-Cloud-Lösung, die auf der Infrastruktur von Amazon Web Services betrieben und regelmäßig aktualisiert wird. Daneben gibt es Unternehmen, die ältere M3-Versionen noch im eigenen Rechenzentrum betreiben. Durch die regelmäßigen Cloud-Updates müssen Schulungsinhalte häufiger angepasst werden als bei klassischen On-Premises-Installationen.
Woher kommt der Name M3 ERP?
Infor M3 geht auf das ERP-System Movex des schwedischen Softwareherstellers Intentia zurück. Nach der Übernahme von Intentia durch Lawson Software wurde das Produkt als Lawson M3 vermarktet. Seit Infor im Jahr 2011 Lawson übernommen hat, heißt das System Infor M3. Die Bezeichnung „M3 ERP“ wird umgangssprachlich als Synonym verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen Infor M3 und Infor LN?
Beide sind ERP-Systeme von Infor, aber mit unterschiedlichem Fokus. Infor LN stammt aus dem früheren Baan-ERP und eignet sich besonders für komplexe diskrete Fertigung und Projektfertigung, etwa Luftfahrt oder Automobilzulieferer. Infor M3 ist stärker auf Prozessindustrie und Distribution ausgerichtet, zum Beispiel Mode, Lebensmittel, Chemie und Großhandel.
Gibt es eine offizielle Dokumentation zu Infor M3?
Ja. Infor stellt über Infor Documentation Central (docs.infor.com) Benutzerdokumentation zur M3 Business Engine bereit, teilweise auch auf Deutsch. Sie beschreibt die Standardfunktionen und richtet sich an Endanwender und Berater. Ihre unternehmensspezifischen Prozesse, Einstellungen und Rollen deckt sie jedoch nicht ab, deshalb ergänzen Unternehmen sie meist um eigene Schulungsinhalte.
Wie schult man Anwender in Infor M3 am besten?
Am wirksamsten ist eine Kombination: Key-User werden intensiv geschult, alle Anwender üben vor dem Go-live in Simulationen, und im Arbeitsalltag erhalten sie interaktive Schritt-für-Schritt-Anleitungen direkt in Infor M3. Die Inhalte sollten nach Rolle, Abteilung und Nutzungshäufigkeit personalisiert, kurz und verständlich sein und nach jedem Update aktualisiert werden.