CRM-Lösungen im Vergleich: Salesforce, Dynamics 365, SAP & Co.

CRM-Lösungen im Vergleich: Salesforce, Dynamics 365, Oracle, SAP, HubSpot und Zoho mit Stärken, Zielgruppen und Kriterien für die Wahl des besten CRM.

Von Marielle Gantenberg
11 Min. Lesezeit

CRM-Lösungen (Customer Relationship Management) sind Softwaresysteme, die Kundendaten, Kontakte, Verkaufschancen und Serviceanfragen zentral bündeln und Vertrieb, Marketing und Kundenservice automatisieren. Zu den bekanntesten Anbietern zählen Salesforce, Microsoft Dynamics 365, Oracle, SAP, HubSpot und Zoho. Die beste CRM-Lösung ist die, die zu Ihren Prozessen, Ihrer IT-Landschaft und Ihren Anwendern passt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine CRM-Lösung zentralisiert alle Informationen zu Interessenten und Kunden und macht Vertrieb, Marketing und Service messbar.
  • Salesforce, Microsoft Dynamics 365, Oracle Fusion Cloud CX und SAP Sales Cloud richten sich vor allem an mittlere und große Unternehmen; HubSpot und Zoho sind auch für kleinere Teams leicht zugänglich.
  • Ein „bestes CRM“ für alle gibt es nicht: Entscheidend sind Anforderungen, vorhandene Systeme (ERP, Microsoft 365), Budget und Datenschutz.
  • Die meisten CRM-Lösungen werden heute als Cloud-Software (SaaS) mit Lizenzen pro Nutzer und Monat angeboten.
  • Der Projekterfolg hängt stark von der Anwenderakzeptanz ab: Ein CRM bringt nur dann Nutzen, wenn die Teams es täglich und korrekt verwenden.

Was ist eine CRM-Lösung und wozu dient sie?

Die Abkürzung CRM steht für Customer Relationship Management, also Kundenbeziehungsmanagement. Eine CRM-Lösung ist die Software, mit der ein Unternehmen alle Kontakte und Interaktionen mit Interessenten und Kunden erfasst und auswertet: E-Mails, Telefonate, Angebote, Aufträge, Kampagnen oder Supportfälle. Statt in Excel-Listen, Postfächern und Notizbüchern liegen diese Informationen an einem Ort und sind für alle berechtigten Mitarbeitenden abrufbar.

Da Vertrieb, Marketing und Service heute häufig verteilt, hybrid und über viele Kanäle hinweg arbeiten, ist eine gemeinsame Datenbasis wichtiger denn je. Kundinnen und Kunden erwarten, dass ihr Anliegen bekannt ist – egal, ob sie per E-Mail, Telefon, Chat oder Webformular Kontakt aufnehmen.

Die wichtigsten Funktionen von CRM-Systemen sind:

  • Kontakt- und Kundenmanagement: zentrale Daten zu Firmen, Ansprechpartnern, potenziellen und bestehenden Kunden.
  • Vertriebssteuerung: Leads, Verkaufschancen (Opportunities), Pipeline, Angebote und Umsatzprognosen (Forecasts).
  • Marketing-Automatisierung: Segmentierung, personalisierte Kampagnen, E-Mail-Marketing und Lead-Nurturing.
  • Kundenservice: Ticket- und Fallmanagement, Wissensdatenbank, Service über mehrere Kanäle.
  • Reporting und Analyse: Dashboards und Berichte, zunehmend ergänzt durch KI-Funktionen für Prognosen, Zusammenfassungen oder Empfehlungen.
  • Automatisierung: wiederkehrende Aufgaben wie Erinnerungen, Zuweisungen oder Folge-E-Mails laufen automatisch ab.

Diese Funktionen sind jedoch nicht in jeder CRM-Lösung gleich stark ausgeprägt. Manche Systeme sind auf den Vertrieb spezialisiert, andere decken die gesamte Customer Experience ab oder sind eng mit einem ERP-System verzahnt. Wo die Grenze zwischen beiden Systemwelten verläuft, erklärt unser Beitrag ERP vs. CRM.

CRM-Lösungen im Vergleich: die wichtigsten Anbieter

Die folgende Tabelle vergleicht sechs verbreitete CRM-Lösungen nach Zielgruppe, Stärken, Bereitstellung und Besonderheiten. Sie ersetzt keine eigene Evaluierung, hilft aber, die Auswahl einzugrenzen. Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht: Sie sind bei allen Anbietern nach Edition und Anzahl der Nutzer gestaffelt, ändern sich regelmäßig und werden bei größeren Projekten individuell verhandelt.

CRM-Lösung Zielgruppe Stärken Bereitstellung Besonderheiten
Salesforce (Sales Cloud, Service Cloud, Marketing Cloud) Mittelstand bis Konzern, auch international Sehr breiter Funktionsumfang, hohe Anpassbarkeit, großes Partner- und App-Ökosystem (AppExchange) Cloud (SaaS) KI-Funktionen (Einstein, Agentforce); umfangreiche Plattform für Eigenentwicklungen
Microsoft Dynamics 365 (Sales, Customer Service, Customer Insights) Mittelstand bis Konzern, besonders Microsoft-Umgebungen Enge Integration mit Outlook, Teams, Excel und der Power Platform Überwiegend Cloud; begrenzt auch On-Premises Copilot-KI; ERP-Module (Finance, Supply Chain, Business Central) aus derselben Produktfamilie
Oracle Fusion Cloud CX (Sales, Service, Marketing) Große Unternehmen, B2B und B2C Umfassende CX-Suite inklusive B2B-Marketing-Automatisierung (Eloqua), Analysefunktionen Cloud (SaaS) Gemeinsame Plattform mit Oracle Fusion ERP; klassisch auch Siebel CRM im Bestand vieler Konzerne
SAP Sales Cloud / Service Cloud (ehemals SAP Cloud for Customer, C4C) Mittlere und große Unternehmen mit SAP-ERP Durchgängige Prozesse von Angebot bis Auftrag und Faktura mit SAP S/4HANA Cloud (SaaS) Teil des SAP-Customer-Experience-Portfolios (u. a. Commerce Cloud, Emarsys); Nachfolger des klassischen SAP CRM On-Premise
HubSpot (Smart CRM mit Marketing, Sales, Service Hub u. a.) Kleine und mittlere Unternehmen, wachsende Teams Einfache Bedienung, schneller Start, starkes Inbound-Marketing Cloud (SaaS) Kostenlose Einstiegsversion; modulare, kostenpflichtige Hubs je nach Bedarf
Zoho CRM Kleine und mittlere Unternehmen Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, viele Automatisierungsfunktionen Cloud (SaaS) Teil einer größeren Anwendungsfamilie (Zoho One); KI-Assistent Zia

Daneben gibt es zahlreiche spezialisierte Anbieter, etwa vertriebsorientierte Tools wie Pipedrive oder europäische und deutsche CRM-Lösungen, die gezielt mit Hosting in der EU und Branchenfunktionen werben. Für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und Datenstandort lohnt sich ein Blick auf diese Alternativen.

Die CRM-Systeme im Überblick

Salesforce: die Cloud-CRM-Plattform

Salesforce ist eines der verbreitetsten Cloud-CRM-Systeme und wurde von Beginn an als reine SaaS-Lösung entwickelt. Das Angebot ist in sogenannte „Clouds“ gegliedert:

  • Sales Cloud: Kontakt-, Lead- und Opportunity-Management, Forecasts, Berichte und Dashboards für den Vertrieb.
  • Service Cloud: kanalübergreifendes Fallmanagement, Wissensdatenbank und Service-Konsole für den Kundenservice.
  • Marketing Cloud: personalisierte, kanalübergreifende Kampagnen und Customer Journeys.

Hinzu kommen KI-Funktionen sowie eine Entwicklungsplattform, auf der Unternehmen eigene Anwendungen bauen können. Die hohe Flexibilität ist eine Stärke, bedeutet aber auch: Salesforce-Projekte erfordern meist eine sorgfältige Konfiguration und häufig einen Implementierungspartner. Weil jede Organisation ihre eigenen Felder, Prozesse und Oberflächen erhält, sind Standard-Schulungen oft nur bedingt übertragbar.

Microsoft Dynamics 365: CRM für die Microsoft-Welt

Dynamics 365 ist Microsofts Familie von Geschäftsanwendungen. Sie gehört nicht zu Microsoft 365, lässt sich aber eng mit Outlook, Teams, Excel und SharePoint verbinden – ein großer Vorteil für Unternehmen, die bereits einen digitalen Arbeitsplatz auf Microsoft-Basis nutzen. Zu den Dynamics-CRM-Lösungen zählen insbesondere:

  • Dynamics 365 Sales: Vertriebssteuerung, Pipeline, Forecasts und Einblicke in die Customer Journey.
  • Dynamics 365 Customer Service: Fall- und Wissensmanagement, Service über mehrere Kanäle.
  • Dynamics 365 Customer Insights: Kundendatenplattform und Marketing-Automatisierung (früher Dynamics 365 Marketing).
  • Dynamics 365 Field Service: Planung und Steuerung von Außendiensteinsätzen.

Zur selben Produktfamilie gehören ERP-Anwendungen wie Dynamics 365 Finance, Supply Chain Management oder Business Central. Sie sind keine CRM-Funktionen im engeren Sinn, erleichtern aber die Verbindung von Vertriebs- und Finanzprozessen. Über die Power Platform (Power Apps, Power Automate, Power BI) lassen sich Erweiterungen und Auswertungen umsetzen.

Oracle: CRM mit Oracle Fusion Cloud CX

Die CRM-Lösung von Oracle heißt heute Oracle Fusion Cloud Customer Experience (CX). Sie richtet sich vor allem an große Unternehmen im B2B- und B2C-Geschäft und umfasst im Kern:

  • Oracle Sales: Vertriebsautomatisierung mit Lead-, Account- und Opportunity-Management, Forecasting und Vertriebsanalysen.
  • Oracle Service: Kundenservice über mehrere Kanäle, Wissensmanagement und Field Service.
  • Oracle Marketing: Marketing-Automatisierung, unter anderem mit Oracle Eloqua für B2B-Kampagnen.

Ergänzend bietet Oracle Lösungen für Angebotskonfiguration (CPQ) und Kundendaten. Wichtig zur Abgrenzung: Oracle ERP, HCM (Personalmanagement) und SCM (Lieferkette) sind eigenständige Fusion-Cloud-Anwendungen und keine CRM-Funktionen. Sie laufen jedoch auf derselben Plattform, was für Unternehmen interessant ist, die Kunden-, Finanz- und Lieferprozesse durchgängig bei einem Anbieter abbilden wollen. In vielen Konzernen ist außerdem noch das ältere Oracle Siebel CRM im Einsatz.

SAP: Sales Cloud und Service Cloud

SAP bietet seine CRM-Funktionen heute vor allem über SAP Sales Cloud und SAP Service Cloud an, die aus SAP Cloud for Customer (C4C) hervorgegangen sind. Sie gehören zum Customer-Experience-Portfolio von SAP, zu dem auch E-Commerce- und Marketinglösungen zählen. Die größte Stärke liegt in der Integration mit SAP S/4HANA: Angebote, Aufträge, Preise und Verfügbarkeiten können ohne Medienbruch zwischen CRM und ERP fließen.

Viele Unternehmen nutzen noch das klassische SAP CRM (On-Premise) und stehen vor der Frage, ob sie in die SAP-Cloud oder zu einem anderen Anbieter wechseln. Worauf es bei einem solchen Systemwechsel ankommt, lesen Sie in unserem Beitrag zur CRM-Migration.

HubSpot: CRM für wachsende Teams

HubSpot ist mit Inbound-Marketing groß geworden und bietet ein CRM mit kostenloser Einstiegsversion. Darauf bauen kostenpflichtige Module („Hubs“) für Marketing, Vertrieb, Kundenservice, Content, Daten und Commerce auf. Die Oberfläche gilt als vergleichsweise einfach, was die Einführung in kleinen und mittleren Unternehmen beschleunigt. Bei sehr komplexen Prozessen, vielen Gesellschaften oder tiefer ERP-Integration stoßen Unternehmen eher an Grenzen als bei Enterprise-Lösungen.

Zoho CRM: das Einstiegs- und Mittelstands-CRM

Zoho CRM richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen, die einen breiten Funktionsumfang zu überschaubaren Kosten suchen. Es lässt sich mit weiteren Zoho-Anwendungen (z. B. Buchhaltung, Helpdesk, Projektmanagement) zu einer Gesamtlösung kombinieren und bietet Workflow-Automatisierung sowie einen KI-Assistenten.

Welche CRM-Lösung passt? Kriterien für den CRM-Vergleich

Die Frage „Was ist das beste CRM?“ lässt sich nicht allgemein beantworten. Das beste CRM-System ist dasjenige, das Ihre Vertriebs-, Marketing- und Serviceziele am besten unterstützt und von Ihren Teams tatsächlich genutzt wird. Definieren Sie deshalb vor dem Vergleich Ihre Auswahlkriterien. Die folgende Checkliste hilft dabei:

Kriterium Leitfragen
Ziele und Anwendungsfälle Welche Probleme soll das CRM lösen? Geht es vor allem um Vertrieb, Marketing, Service oder alle drei?
Unternehmensgröße und Wachstum Wie viele Nutzer, Länder, Gesellschaften und Sprachen müssen heute und in drei bis fünf Jahren abgebildet werden?
IT-Landschaft und Integration Welches ERP (SAP, Oracle, Dynamics …) und welche Bürosoftware sind im Einsatz? Gibt es Standard-Schnittstellen?
Funktionen Welche Funktionen sind unverzichtbar (z. B. Forecasting, CPQ, Marketing-Automatisierung, Außendienst, KI)?
Bereitstellung und Datenschutz Cloud oder On-Premises? Wo werden die Daten gespeichert? Erfüllt der Anbieter die DSGVO-Anforderungen?
Kosten (Total Cost of Ownership) Lizenzen pro Nutzer, Editionen und Zusatzmodule, aber auch Implementierung, Anpassung, Betrieb und Schulung.
Bedienbarkeit Kommen die künftigen Anwender in einer Testphase oder Demo intuitiv zurecht? Gibt es eine mobile App?
Ressourcen und Partner Welche internen Ressourcen stehen für das Projekt bereit? Gibt es erfahrene Implementierungspartner?
Einführung und Akzeptanz Wie werden Mitarbeitende geschult und im Arbeitsalltag unterstützt? Wie wird die Nutzung gemessen?

Erstellen Sie auf dieser Basis eine Shortlist von zwei bis vier Anbietern und testen Sie sie mit realen Szenarien aus Ihrem Alltag. Wie Sie das Projekt anschließend strukturieren, beschreiben wir in unseren Leitfäden zur CRM-Einführung und zum Einrichten eines CRM.

CRM-Einführung: Warum die Anwenderakzeptanz entscheidet

Egal ob Salesforce, Dynamics 365, Oracle, SAP oder HubSpot: Eine CRM-Lösung entfaltet ihren Nutzen nur, wenn die Anwender sie konsequent nutzen. Werden Kontakte nicht gepflegt, Verkaufschancen nicht aktualisiert oder Aktivitäten weiterhin außerhalb des Systems dokumentiert, sind Forecasts und Analysen unzuverlässig – und das Vertrauen ins CRM sinkt.

Typische Hürden sind neue Begriffe und Prozesse, individuell angepasste Masken, die in keiner Standardschulung vorkommen, sowie regelmäßige Updates der Cloud-Anbieter, die Oberflächen und Funktionen verändern. Bewährt haben sich deshalb folgende Maßnahmen:

  • Kommunizieren und begleiten: Erklären Sie früh, warum das CRM eingeführt wird und welchen Nutzen es für die einzelnen Teams hat. Eine neue CRM-Lösung bedeutet für viele Mitarbeitende eine erhebliche Umstellung.
  • Gezielt schulen: Kurze, rollenbezogene Schulungen sind wirksamer als lange Einmalveranstaltungen. Eine Vorlage bietet unsere Checkliste für die CRM-Anwenderschulung.
  • Hilfe direkt im System anbieten: Mit einer Digital Adoption Platform wie K-NOW erhalten Anwender interaktive Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Tooltips und Hinweise direkt in der CRM-Oberfläche – genau dann, wenn sie eine Aufgabe erledigen, etwa eine Verkaufschance anlegen oder einen Servicefall schließen. K-NOW lässt sich in webbasierte Anwendungen wie Salesforce, Dynamics 365 oder Oracle einbinden.
  • Lerninhalte effizient erstellen: Mit K-STUDIO lassen sich Schulungsunterlagen, Simulationen und Videos zum CRM erstellen und bei Updates schnell aktualisieren.
  • Nutzung messen: Mit K-VALUE sehen Sie, welche Funktionen genutzt werden, wo Anwender abbrechen und in welchen Teams zusätzlicher Unterstützungsbedarf besteht. So steuern Sie Schulung und Support datenbasiert.

Fazit: Was ist das beste CRM-System?

Salesforce, Microsoft Dynamics 365, Oracle Fusion Cloud CX, SAP Sales Cloud, HubSpot und Zoho sind etablierte CRM-Lösungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Enterprise-Lösungen punkten mit Funktionsumfang, Anpassbarkeit und ERP-Integration; HubSpot und Zoho mit schnellem Einstieg und einfacher Bedienung. Welches CRM das beste für Sie ist, entscheiden Ihre Anforderungen, Ihre vorhandene IT-Landschaft und Ihr Budget. Planen Sie von Anfang an ein, wie Sie Ihre Mitarbeitenden beim Einstieg begleiten: Die leistungsfähigste Software nützt wenig, wenn sie im Alltag nicht genutzt wird.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das beste CRM-System?

Ein allgemein bestes CRM-System gibt es nicht. Große Unternehmen wählen häufig Salesforce, Microsoft Dynamics 365, Oracle Fusion Cloud CX oder SAP Sales Cloud, weil diese Lösungen umfangreiche Funktionen und ERP-Integrationen bieten. Kleine und mittlere Unternehmen starten oft mit HubSpot oder Zoho CRM. Das beste CRM ist dasjenige, das Ihre Prozesse abbildet, sich in Ihre Systeme integriert, ins Budget passt und von den Anwendern akzeptiert wird.

Welche CRM-Tools gibt es?

Zu den bekanntesten CRM-Lösungen zählen Salesforce, Microsoft Dynamics 365, Oracle Fusion Cloud CX, SAP Sales Cloud und Service Cloud, HubSpot und Zoho CRM. Daneben gibt es spezialisierte Tools wie Pipedrive für den Vertrieb sowie zahlreiche europäische und deutsche Anbieter mit Fokus auf Datenschutz oder bestimmte Branchen. Die meisten CRM-Tools werden heute als Cloud-Software angeboten und nach Nutzern lizenziert.

Sind SAP und CRM das Gleiche?

Nein. SAP ist ein Softwarehersteller, der vor allem für sein ERP-System (heute SAP S/4HANA) bekannt ist. CRM bezeichnet dagegen eine Softwarekategorie für das Kundenbeziehungsmanagement. SAP bietet eigene CRM-Lösungen an, aktuell vor allem SAP Sales Cloud und SAP Service Cloud, früher das klassische SAP CRM. Diese lassen sich eng mit dem SAP-ERP verbinden, sind aber eigenständige Produkte.

Was kostet ein CRM-System im Monat?

Die Kosten hängen von Anbieter, Edition, Funktionsumfang und Anzahl der Nutzer ab. Die meisten CRM-Lösungen werden pro Nutzer und Monat lizenziert, oft in mehreren Stufen. Einige Anbieter wie HubSpot haben eine kostenlose Einstiegsversion, Enterprise-Lösungen werden bei größeren Projekten individuell kalkuliert. Zu den Lizenzen kommen Kosten für Implementierung, Anpassung, Integration, Betrieb und Schulung hinzu, die bei der Budgetplanung berücksichtigt werden sollten.

Welches CRM ist für Startups und kleine Unternehmen geeignet?

Startups und kleine Unternehmen brauchen meist ein CRM, das sich schnell einrichten lässt, intuitiv ist und mit dem Unternehmen wächst. Häufig gewählt werden HubSpot, Zoho CRM oder vertriebsorientierte Tools wie Pipedrive, die kostenlose oder günstige Einstiegsversionen anbieten. Wichtig ist, früh auf Erweiterbarkeit, Schnittstellen und Datenschutz zu achten, damit später kein aufwendiger Systemwechsel nötig wird.

Was sind Dynamics-CRM-Lösungen?

Mit Dynamics-CRM-Lösungen sind die Kundenanwendungen von Microsoft Dynamics 365 gemeint, insbesondere Dynamics 365 Sales, Customer Service, Customer Insights und Field Service. Sie gingen aus dem früheren Microsoft Dynamics CRM hervor, laufen überwiegend in der Microsoft-Cloud und lassen sich eng mit Outlook, Teams und der Power Platform verbinden. Daher eignen sie sich besonders für Unternehmen, die bereits stark auf Microsoft setzen.

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