Die User Experience

Die User Experience (UX) bezeichnet, wie eine Person eine Oberfläche, ein Produkt oder einen digitalen Dienst wahrnimmt, empfindet und damit umgeht. Im Unternehmen prägt sie unmittelbar Zufriedenheit, Engagement, Wirksamkeit und den Erfolg von Transformationsvorhaben.

7 Min. Lesezeit Design Adoption

Definition in Kürze

Die User Experience (UX) ist die Gesamtheit der Empfindungen, Wahrnehmungen, Reaktionen und Verhaltensweisen, die bei einer Person während der Nutzung einer digitalen Lösung entstehen.

  • Sie ist nicht nur Design: Ziel ist, Reibung in Fachanwendungen abzubauen.
  • Sie beruht auf fünf Säulen: Bedienbarkeit, Barrierefreiheit, Nützlichkeit, Ergonomie und Emotion.
  • Eine Usability-Überarbeitung verbessert die Geschäftskennzahlen im Schnitt um 83 % (Nielsen Norman Group).

Was ist User Experience?

Die User Experience (UX) bezeichnet, wie eine Person eine Oberfläche, ein Produkt oder einen digitalen Dienst wahrnimmt, empfindet und damit umgeht. Diese Erfahrung umfasst alle Empfindungen, Wahrnehmungen, Reaktionen und Verhaltensweisen, die während der Nutzung einer digitalen Lösung entstehen.

Im Unternehmen ist UX ein strategisches Thema: Sie prägt unmittelbar Zufriedenheit, Engagement und Wirksamkeit der Anwender und damit letztlich den Erfolg von Vorhaben der digitalen Transformation.

Warum ist User Experience im Unternehmen entscheidend?

Eine bessere User Experience ist mehr als ansprechendes Design: Es geht darum, komplexe Fachanwendungen leichter nutzbar zu machen, Reibung abzubauen und die digitale Adoption auf allen Ebenen der Organisation zu fördern.

Forrester stellte 2009 fest, dass Websites mit überlegener Nutzererfahrung um bis zu 400 % höhere Conversion von Besuch zu Lead erreichen als schlecht gestaltete Websites. Vernachlässigte UX bewirkt das Gegenteil: Digitale Werkzeuge werden abgelehnt, operative Fehler nehmen zu, die Produktivität sinkt.

Was sind die Kennzahlen zur UX?

88 %

der Onlinenutzer geben an, nach einer langsamen, frustrierenden Erfahrung seltener auf eine Website zurückzukehren.

Gomez / Compuware, 2010

+400 %

höhere Conversion von Besuch zu Lead auf Websites mit überlegener Nutzererfahrung, verglichen mit schlecht gestalteten Websites.

Forrester, 2009

+83 %

durchschnittliche Verbesserung der Geschäftskennzahlen nach einer Usability-Überarbeitung.

Nielsen Norman Group

Was sind die Säulen der User Experience?

  1. Bedienbarkeit: wie leicht ein Anwender seine Aufgaben erledigt.
  2. Barrierefreiheit: ein Werkzeug für alle nutzbar machen, auch für Menschen mit Behinderung.
  3. Nützlichkeit: wie gut die angebotenen Funktionen einem echten fachlichen Bedarf entsprechen.
  4. Ergonomie: eine intuitive, in sich stimmige Gestaltung der Oberfläche.
  5. Emotion: ein insgesamt positives Erleben, das Annahme und Treue fördert.

Wie verbessert man UX in einem Transformationsvorhaben?

  • Ko-Kreation mit den Endanwendern: Mitarbeitende ab der Konzeptionsphase einbeziehen.
  • Regelmäßige Usability-Tests über den gesamten Entwicklungszyklus.
  • Nutzerzentrierte Gestaltung (UCD): ein Ansatz, der den Anwender in den Mittelpunkt jeder Entscheidung stellt.
  • Kontextbezogene digitale Adoption: interaktive Leitfäden einbetten, die im richtigen Moment und im richtigen Kontext unterstützen.

Wie verankern große Unternehmen UX?

Konzerne wie Airbus, Société Générale oder L'Oréal haben eine ausgereifte UX-Praxis in ihre Digitalvorhaben eingebaut. Société Générale hat die Oberfläche ihrer internen CRM-Werkzeuge neu gestaltet, um die Wirksamkeit der Vertriebsteams zu erhöhen; L'Oréal hat seine internen HR-Plattformen einer UX-Überarbeitung unterzogen, was zu einer schnellen Annahme durch die Mitarbeitenden geführt hat.

Die Expertise von Knowmore

Die Expertise von Knowmore zur User Experience.

Bei Knowmore arbeiten wir mit mehr als 40 % der französischen CAC-40-Unternehmen an der Verbesserung der User Experience über unsere Lösungen zur digitalen Adoption. K-NOW und K-STUDIO bringen interaktive Lerninhalte direkt in die Fachanwendungen, um Anwender zu führen und die Aneignung zu stärken.

Eine Oberfläche neu zu gestalten dauert Monate; eine Schicht kontextbezogener Begleitung aufzulegen dauert Wochen und wirkt auf die tatsächliche Nutzung oft genauso stark.

Fazit

Die User Experience ist ein wesentlicher Leistungshebel in Transformationsvorhaben. Wer sie in den Mittelpunkt der Adoptionsstrategie stellt, maximiert Engagement, Produktivität und Projekterfolg.

Und wenn eine Neugestaltung der Oberfläche nicht in Frage kommt, behebt kontextbezogene Begleitung den Großteil der Reibung, ohne das Produkt selbst anzufassen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen UX und UI?

UX (User Experience) umfasst das gesamte Erleben eines Anwenders im Umgang mit einem Werkzeug, einem Dienst oder einer Oberfläche. UI (User Interface) betrifft den visuellen und interaktiven Teil des Produkts: Schaltflächen, Farben, Typografie. Eine gute UI dient einer flüssigen UX, ersetzt sie aber nicht.

Welche Risiken hat eine schlechte User Experience für ein Unternehmen?

Schwache UX kann zu einer breiten Ablehnung der internen Werkzeuge, sinkender Produktivität, demotivierten Teams, mehr Supportanfragen und kritischen fachlichen Fehlern führen. Mittelfristig gefährdet sie den Erfolg von Transformationsvorhaben.

Wie trägt die User Experience zur Veränderungsbegleitung bei?

Indem neue Werkzeuge leichter zu erfassen sind, senkt UX den Veränderungswiderstand. Sie stärkt das Vertrauen der Anwender, erhöht ihre Eigenständigkeit und trägt die Zustimmung zum Vorhaben insgesamt.

Von der Theorie zur Praxis

Man gestaltet nicht jede Oberfläche neu.

Zeigen Sie uns Ihre Fachanwendungen: Wir zeigen Ihnen, wie Knowmore Reibung abbaut, ohne das Produkt anzufassen.