Das PLM

Product Lifecycle Management (PLM) ist ein strategischer Ansatz, um den gesamten Lebenszyklus eines Produkts zu steuern — von der Konstruktion bis zur Marktrücknahme — indem Prozesse, Daten und kollaborative Werkzeuge zusammengeführt werden.

8 Min. Lesezeit Fachanwendungen Industrie

Definition in Kürze

Product Lifecycle Management (PLM) ist ein Ansatz und eine Softwarefamilie zur Steuerung des gesamten Lebenszyklus eines Produkts, von der Konstruktion bis zur Marktrücknahme.

  • Es beruht auf der Zusammenführung von Prozessen, Daten und kollaborativen Werkzeugen.
  • Es umfasst Ideenfindung, Industrialisierung, Vertrieb, Instandhaltung und Lebensende.
  • PLM-Software ist leistungsfähig, aber komplex: Die Annahme entscheidet über den Return on Investment.

Was ist PLM?

Product Lifecycle Management (PLM) ist ein strategischer Ansatz, mit dem Unternehmen den gesamten Lebenszyklus eines Produkts steuern — von der Konstruktion bis zur Marktrücknahme. Er beruht darauf, Prozesse, Daten und kollaborative Werkzeuge zusammenzuführen, um jede Phase der Produktentwicklung zu optimieren.

  1. Ideenfindung und Konstruktion: Forschung, Entwicklung und Prototypenbau.
  2. Industrialisierung und Fertigung: Optimierung der Produktionsprozesse.
  3. Vertrieb und Instandhaltung: Steuerung von Vermarktung und Kundenbetreuung.
  4. Lebensende und Recycling: Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Produktrücknahme.

Warum ist PLM für Unternehmen wichtig?

Mit beschleunigter Innovation und strengeren regulatorischen Anforderungen ist PLM zu einem Wettbewerbshebel geworden. Es verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung, verbessert die Produktqualität und bringt Kosten unter Kontrolle.

Was sind die wichtigsten Vorteile von PLM?

Gestraffte Entwicklungsprozesse

Konstruktion, Produktion und Marketing arbeiten beweglicher und kollaborativer, gestützt auf zentrale, in Echtzeit aktualisierte Daten.

Bessere Nachvollziehbarkeit und Konformität

Unternehmen müssen strenge Normen erfüllen — ISO, Umweltvorschriften. PLM strukturiert die Dokumentenverwaltung und erleichtert den Nachweis der Konformität.

Geringere Kosten und kürzere Time-to-Market

Eine konsequente Steuerung des Lebenszyklus begrenzt Konstruktionsfehler, vermeidet unnötige Produktionskosten und beschleunigt die Markteinführung.

Nachhaltigkeit von Anfang an

PLM hilft, die Umweltwirkung von Produkten vorauszudenken und umweltfreundlichere Lösungen zu gestalten: recycelbare Materialien, Ökodesign, Kreislaufwirtschaft.

Warum ist die Annahme von PLM-Software schwierig?

PLM-Software — Dassault Systèmes 3DEXPERIENCE, PTC Windchill, Siemens Teamcenter, SAP PLM — ist leistungsfähig, aber oft schwer zu erfassen. Die Annahme stößt in der Regel auf vier Hürden:

  • Dichte Oberfläche und viele Funktionen: Der Funktionsreichtum macht das Werkzeug für neue Anwender schwer zugänglich.
  • Unzureichende Schulung und Betreuung: Die Anfangsschulung reicht nicht, und die Anwender stehen einige Wochen später allein da.
  • Veränderungswiderstand: Die Teams zögern, bewährte Arbeitsweisen aufzugeben.
  • Wirkung auf die Produktivität: Ein nur teilweise beherrschtes Werkzeug verlangsamt Prozesse, erzeugt Fehler und beeinflusst die Markteinführung.

Wie erleichtert eine DAP die Annahme von PLM-Software?

Digital Adoption Platforms (DAPs) vereinfachen und beschleunigen das Erlernen von PLM-Software durch interaktive Unterstützung in Echtzeit. Anders als klassische, oft theoretische und punktuelle Schulungen liefern sie ein schrittweises Onboarding und eine fortlaufende Optimierung der Nutzung.

  1. Schnelles, intuitives Onboarding: In die PLM-Software eingebettete interaktive Leitfäden lassen die Anwender an konkreten Aufgaben lernen.
  2. Lernen im Kontext: Hilfeblasen liefern Erklärungen direkt in der Oberfläche, ohne externe Dokumentation.
  3. Weniger Fehler: Die Schritt-für-Schritt-Führung begrenzt Fehlbedienungen an kritischen Produktdaten.
  4. Analyse und Optimierung der Nutzung: Nutzungsdaten zeigen untergenutzte Funktionen und steuern die Begleitinhalte.
  5. Personalisierte Begleitung: Die Unterstützung passt sich dem Niveau des Anwenders an, für einen schrittweisen Kompetenzaufbau.

Was unterscheidet PLM von ERP?

PLM richtet sich auf den Produktlebenszyklus — Konstruktion, technische Daten, Stücklisten, Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsbereichen. Das ERP steuert die Gesamtressourcen des Unternehmens: Finanzen, Produktion, Supply Chain, Personal.

Beide Systeme ergänzen einander und sind in der Regel verbunden: Das PLM definiert, was das Produkt ist; das ERP organisiert, wie es gefertigt, beschafft und verkauft wird.

Die Expertise von Knowmore

Der Beitrag von Knowmore in PLM-Vorhaben.

Knowmore begleitet die Annahme von PLM-Software mit K-NOW, einer Digital Adoption Platform, die die Anwender in Echtzeit in der Oberfläche führt. Sie verkürzt die Schulungszeit, erhöht das Engagement und passt sich den Prozessen jedes Unternehmens an.

Knowmore arbeitet insbesondere mit 3DEXPERIENCE von Dassault Systèmes, wo der Funktionsreichtum des Werkzeugs kontextbezogene Begleitung besonders entscheidend macht. Die Nutzungsanalyse zeigt anschließend, wo nachzubessern ist und wie sich die Führung weiterentwickeln sollte.

Fazit

PLM ist ein strategischer Hebel für Unternehmen, die ihre Prozesse straffen, Kosten senken und Innovation beschleunigen wollen.

Ein untergenutztes PLM kostet jedoch genauso viel wie ein gut genutztes. Über den tatsächlichen Return on Investment entscheidet die Annahme durch die Konstruktions- und Produktionsteams.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen PLM und ERP?

PLM (Product Lifecycle Management) steuert den Produktlebenszyklus von der Konstruktion bis zum Lebensende und führt technische Daten, Prozesse und die Zusammenarbeit rund um die Produktentwicklung zusammen. ERP (Enterprise Resource Planning) steuert die Gesamtressourcen des Unternehmens: Finanzen, Produktion, Supply Chain, Personal. Beide ergänzen einander und sind in der Regel verbunden.

Wie verbessert eine Digital Adoption Platform das Erlernen von PLM-Software?

Eine DAP wie K-NOW bietet interaktive Unterstützung direkt in der PLM-Oberfläche. Kontextbezogene Hilfe und geführte Pfade lassen das Werkzeug ohne vorherige Intensivschulung beherrschen. Über die Analyse der tatsächlichen Nutzung erkennt die Plattform, wo Anwender hängen bleiben, und erlaubt es, die Führung für eine reibungslosere Annahme anzupassen.

Auf welcher PLM-Software lässt sich eine DAP einsetzen?

Eine Digital Adoption Platform arbeitet als Schicht über der Oberfläche und ist damit mit den wichtigsten Lösungen am Markt kompatibel — 3DEXPERIENCE, Windchill, Teamcenter, SAP PLM — ebenso wie mit maßgeschneiderten internen Anwendungen. Den Umfang bestimmen die zu begleitenden Fachprozesse, nicht der Softwarehersteller.

Von der Theorie zur Praxis

Ein untergenutztes PLM kostet genauso viel.

Zeigen Sie uns Ihre PLM-Lösung: Wir zeigen Ihnen, wie Knowmore Ihre Teams im Werkzeug führt, Bildschirm für Bildschirm.