Unter User-Onboarding versteht man die Schulung von Anwendern im Umgang mit digitalen Tools. Notwendig wird das zum Beispiel, wenn eine neue Software eingeführt oder ein neuer Mitarbeiter eingearbeitet wird. Ziel ist, dass die Benutzer im Umgang mit der Software autonom werden sollen. Auf pädagogische Art erfahren die Anwender im Rahmen des User-Onboardings, welchen Nutzen sie aus den Tools ziehen können und wie sie langfristig von deren Mehrwert profitieren.
In Unternehmen gibt es grundsätzlich drei Situationen, in denen User-Onboarding notwendig ist:
Ein neuer Mitarbeiter muss im Umgang mit der im Unternehmen genutzten Software geschult werden, damit er so schnell wie möglich den gleichen Kenntnisstand wie seine Kollegen hat.
In diesem Fall müssen alle Mitarbeiter geschult werden, die mit der Software arbeiten sollen, damit sie sie schnell beherrschen und so effizient wie möglich nutzen.
Software ist häufig Änderungen und Weiterentwicklungen unterworfen, erhält neue Funktionen oder wird umfassend verändert. Es ist wichtig, die Benutzer darin zu schulen, damit sie den größten Nutzen aus ihren Tools ziehen können.
Ohne User-Onboarding beherrschen die Anwender digitale Tools nicht oder nur unzureichend, was Kosten für das Unternehmen nach sich zieht. Eine schlechte Benutzererfahrung kann diverse negative Folgen haben und die digitale Akzeptanz der Software verhindern.
Durch User-Onboarding erhalten die Beschäftigten dagegen die notwendigen Informationen, sodass sie ein Verständnis für die Funktionsweise ihrer Tools entwickeln, sie richtig einsetzen und von ihren Vorteilen profitieren.
User-Onboarding kann an die Bedürfnisse des Unternehmens (Zielgruppe, Kenntnisstand der Mitarbeiter usw.) angepasst werden. Die wichtigsten Schritte für erfolgreiches Onboarding sind:
Eine wichtige Voraussetzung ist, das Tool eindeutig zu erklären und die Erwartungen an die User klar zu kommunizieren.
Durch praktische Anwendung verstehen die Nutzer, welche Möglichkeiten und Features die Software bietet. Werden die User in Echtzeit im Umgang mit der Software geschult, lernen sie anhand konkreter Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit, wie sie deren Funktionen nutzen.
Erfolgreiches Onboarding bedeutet, dass die Mitarbeiter jederzeit unterstützt und langfristig begleitet werden, nicht nur zu Beginn einer Einarbeitungszeit oder bei der Einführung eines neuen Tools.
Auch wenn alle Mitarbeiter am Ende die Software beherrschen sollen, gibt es Unterschiede in der Anwendung. Die Anforderungen an die Software – und damit an das Onboarding – variieren von Abteilung zu Abteilung, von Tätigkeit zu Tätigkeit oder auch von Land zu Land. Daher sollte das Onboarding immer an die jeweiligen Profile und Erwartungen angepasst werden.
Es ist sinnvoll, von Anfang an Indikatoren festzulegen, um den Erfolg der Maßnahme messen und einschätzen zu können, ob das Onboarding effizient ist oder nicht.
Die Effizienz von User-Onboarding lässt sich beispielsweise mit folgenden Indikatoren beurteilen: